{"id":149,"date":"2021-03-20T10:56:59","date_gmt":"2021-03-20T09:56:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ortho-fekete.at\/ordi\/?page_id=149"},"modified":"2021-06-04T21:11:39","modified_gmt":"2021-06-04T19:11:39","slug":"fuss","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.ortho-fekete.at\/ordi\/?page_id=149","title":{"rendered":"Fu\u00df"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile\" style=\"grid-template-columns:23% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"982\" src=\"http:\/\/www.ortho-fekete.at\/ordi\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Fuss-1024x982.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-300 size-full\" srcset=\"https:\/\/www.ortho-fekete.at\/ordi\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Fuss-1024x982.png 1024w, https:\/\/www.ortho-fekete.at\/ordi\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Fuss-300x288.png 300w, https:\/\/www.ortho-fekete.at\/ordi\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Fuss-768x737.png 768w, https:\/\/www.ortho-fekete.at\/ordi\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Fuss.png 1514w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"has-medium-font-size\"><br><strong>Erkrankungen des Fu\u00dfes<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul><li><a href=\"#halluxvalgus\" data-type=\"internal\">Hallux valgus <\/a><\/li><li><a href=\"#halluxrigidus\">Hallux rigidus<\/a><\/li><li><a href=\"#schneiderballen\">Schneiderballen<\/a><\/li><li><a href=\"#hammerkrallenzehen\">Hammer\/Krallenzehen<\/a><\/li><li><a href=\"#spreizfuss\">Spreizfu\u00df\/Metatarsalgie<\/a><\/li><li><a href=\"#morton-syndrom\">Morton-Syndrom<\/a><\/li><li>Fersenschmerz im Fu\u00dfsohlenbereich<\/li><li><a href=\"#fersenschmerzfersenbereich\">Fersenschmerz im hinteren Fersenbereich<\/a><\/li><\/ul>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p>Der Fu\u00df hat eine \u00e4u\u00dferst komplexe Struktur.<br>26 Knochen sind \u00fcber 33 Gelenke miteinander verbunden und \u00fcber 100 B\u00e4nder halten sie zusammen. 20 Muskeln mit ihren starken Sehnen sorgen f\u00fcr die Bewegung und f\u00fcr festen Stand.<br>Eine Vielzahl von Nerven versorgen die Haut, Muskeln und Sehnen des Fu\u00dfes. <br>Dadurch k\u00f6nnen Druck, Dehnungszustand der Muskulatur und der Sehnen sowie Temperatur gef\u00fchlt werden.<br>Der Fu\u00df wird so zu einem sensiblen Organ, das Unebenheiten erkennt, einen weichen von einem harten Untergrund unterscheidet, ebenso wie warm und kalt, spitz und stumpf.<br>Blutgef\u00e4\u00dfe versorgen den Fu\u00df mit Sauerstoff und N\u00e4hrstoffen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"position\" id=\"halluxvalgus\"><strong>Hallux valgus<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Diese Fehlstellung der Gro\u00dfzehe entsteht meist durch Veranlagung (erbliche Vorbelastung) und wird h\u00e4ufig verst\u00e4rkt durch hochhackiges und enges Schuhwerk.<br>Die Gro\u00dfzehe weicht nach au\u00dfen ab (&#8220;Hallux valgus&#8221;).<br>Die Zugrichtung der Sehnen ver\u00e4ndert sich und verst\u00e4rkt die Verlagerung der Gro\u00dfzehe.<br>Gleichzeitig weicht der 1. Mittelfu\u00dfknochen mit seinem K\u00f6pfchen nach innen ab (&#8220;Ballen&#8221;).<\/p>\n\n\n\n<p>Nicht eine Knochenanlagerung sondern das herausgetretene Mittelfu\u00dfk\u00f6pfchen bildet den Ballen.<br>Dieser reibt am Schuh. <br>Neben den kosmetischen Problemen k\u00f6nnen hier schmerzhafte Druckstellen (Hornhautschwielen), Hautreizungen, Schwellungen und Entz\u00fcndungen entstehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Fehlstellung des Gro\u00dfzehengrundgelenks f\u00fchrt bei fortw\u00e4hrender Dauer zum Knorpelverschlei\u00df und damit zur Arthrose, die zunehmend Schmerzen im Gelenk verursacht.<br>Deshalb ist es ratsam, nicht erst zum Arzt zu gehen, wenn Beeintr\u00e4chtigungen und Schmerzen so gro\u00df sind, dass man kaum mehr gehen kann, und das Gelenk mit gro\u00dfer Wahrscheinlichkeit bereits stark gesch\u00e4digt ist.<\/p>\n\n\n\n<h3>Diagnostik<\/h3>\n\n\n\n<p>Die f\u00fcr den Gro\u00dfzehenballen typische Verformung ist meistens deutlich erkennbar und kann klar ertastet werden. <br>Bei der Untersuchung kann man meist auch Begleiterkrankungen, wie z.B. einen Knick-Plattfu\u00df, Krallenzehen oder angrenzende Verschlei\u00dferkrankungen der Fu\u00dfgelenke erkennen.<br>Die Analyse der Begleitprobleme des Hallux valgus ist unerl\u00e4sslich, da der Fu\u00df als biomechanische Einheit funktioniert.<br>Ver\u00e4nderungen an einer Stelle haben zumeist auch Einfluss auf das Gesamtsystem.<\/p>\n\n\n\n<p>Das R\u00f6ntgenbild bei der Diagnose des Hallux valgus wird im Stehen bei Belastung des Fu\u00dfes aufgenommen. <br>So l\u00e4sst sich das wahre Ausma\u00df der Deformit\u00e4t deutlich erkennen.<br>Die Ver\u00e4nderungen k\u00f6nnen verschiedene Auspr\u00e4gungsgrade annehmen, die auch unterschiedlich behandelt werden m\u00fcssen.<br>Entsprechend den Stadien, die aus den Auspr\u00e4gungsgraden resultieren, werden beim Hallux valgus verschiedene Operationsverfahren angewendet. Zum Beispiel:<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Chevron-Osteotomie (Operation nach Austin)<\/strong><br>Bei milden Fehlstellungen wird der erste Mittelfu\u00dfknochen gelenknah durchtrennt und in die gew\u00fcnschte Stellung zur\u00fcckgeschoben. <br>Anschlie\u00dfend wird der Knochen in seiner korrekten Stellung mit einem Draht oder einer Schraube fixiert. \u00dcberstehender Knochen wird abgetragen und die Gelenkkapsel gerafft. Diese als Chevron-Osteotomie oder Operation nach Austin bezeichnete Technik ist weit verbreitet und kann in den meisten F\u00e4llen erfolgreich angewendet werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Scarf-Osteotomie<\/strong><br>Ist eine Z-f\u00f6rmige Osteotomie (Durchtrennung des Knochens).<br>Die Osteotomie wird dabei vom Mittelfu\u00dfk\u00f6pfchen bis in den Schaft durchgef\u00fchrt.<br>Anschlie\u00dfend wird das erste Mittelfu\u00dfk\u00f6pfchen soweit wie erforderlich ins Innere des Fu\u00dfes also nach lateral geschoben, und die Abweichung des 1. Mittelfu\u00dfknochens korrigiert. <br>Die Knochenstellung wird mit 2 Schrauben, die dauerhaft im Knochen verbleiben k\u00f6nnen, gesichert.<br>Diese Operation wird in aller Regel zur Korrektur einer mittelgradigen Hallux valgus Deformit\u00e4t durchgef\u00fchrt. <br>Meist wird sie mit einem Weichteileingriff (laterales Release und einer medialen Kapselplastik) kombiniert.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>SCOT-Operation (Subkapitale Osteotomie nach B\u00f6sch)<\/strong><br>Ist eine Osteotomie knapp am Gelenkskopf und wird in einem minimalinvasiven Verfahren durchgef\u00fchrt. <br>Die Osteotomie selbst wird mit einer Fr\u00e4se durchgef\u00fchrt und die Zehe mit einem Metalldraht geschient, der die Korrektur so lange erforderlich h\u00e4lt.<br>Nach 4-5 Wochen wird der Draht entfernt, was in der Ordination und ohne neuerliche An\u00e4sthesie erfolgen kann.<br>Der Vorteil der Operation ist die extrem kurze Operationszeit, besonders aber die au\u00dfergew\u00f6hnliche Korrekturm\u00f6glichkeit, weswegen auch bei starken Fehlstellungen mit dieser Methode eine gipsfreie Nachbehandlung m\u00f6glich ist. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Akin-Osteotomie<\/strong><br>Ein Knick innerhalb der Gro\u00dfzehe l\u00e4sst sich durch die Entnahme eines kleinen Knochenkeils beheben. Der Spalt wird mit einer kleinen Klammer gesichert.<br>Diese Akin-Osteotomie wird meist in Kombination mit einem der anderen Eingriff durchgef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Operation nach Keller-Brandes<\/strong><br>Hier wird die Basis des Gro\u00dfzehengrundglieds entfernt, wodurch das Gro\u00dfzehengrundgelenk nicht erhalten bleibt.<br>Vorteile ergeben sich durch die schnelle Rehabilitation, das Tragen von hohen Schuhen bleibt m\u00f6glich.<br>Die Patienten k\u00f6nnen den operierten Fu\u00df unmittelbar nach dem Eingriff unter Verwendung eines Rehabilitationsschuhes voll belasten.<br>Hierbei wird der operierte Vorfu\u00df geschont, die Gewichts\u00fcbertragung erfolgt ausschlie\u00dflich \u00fcber die Ferse.<br>Dieser Schuh muss f\u00fcr etwa vier bis sechs Wochen getragen werden.<br><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hallux rigidus<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Hallux rigidus hei\u00dft \u00fcbersetzt \u201esteife Gro\u00dfzehe\u201c.<br>Der Ausdruck beschreibt einen Gelenksabn\u00fctzung (Arthrose) im Gro\u00dfzehengrundgelenk, wobei in der Regel der obere Gelenkanteil zuerst betroffen ist.<br>Das Gro\u00dfzehengelenk schwillt an, wird schmerzhaft und das Abrollen des Fu\u00dfes wird zunehmend eingeschr\u00e4nkt. <br>Daraufhin entstehen kn\u00f6cherne Vorw\u00f6lbungen oben und seitlich an der Gro\u00dfzehe.<br>Neben Problemen beim Abrollen des Fu\u00dfes beim Gehen kommt es h\u00e4ufig auch zu Druckbeschwerden im Schuh. <br>Die Beweglichkeit wird kontinuierlich eingeschr\u00e4nkt.<\/p>\n\n\n\n<p>Das R\u00f6ntgenbild bei der Diagnose des Hallux rigidus zeigt die Ver\u00e4nderungen des Gro\u00dfzehengrundgelenkes als Verschm\u00e4lerung des Gelenkspalts durch Knorpelverschlei\u00df, zumeist auch durch eine ver\u00e4nderte Knochenzeichnung oder durch dornartige Spornbildungen.<\/p>\n\n\n\n<h3>Konservative Therapie<\/h3>\n\n\n\n<p>Im Anfangsstadium kann mit konservativen Ma\u00dfnahmen eine Besserung erzielt werden.<br>Hier k\u00f6nnen Einlagen (\u201eRigidusfeder\u201c) oder eine Schuhzurichtung (Sohlenversteifung mit r\u00fcckversetzter Ballenrolle), entz\u00fcndungshemmende Schmerzmedikamente, Injektionen mit Hyalurons\u00e4ure oder Kortison sowie Physiotherapie zur Anwendung kommen.<\/p>\n\n\n\n<h3>Operative Therapie<\/h3>\n\n\n\n<p>F\u00fchren konservative Behandlungsm\u00f6glichkeiten bei Hallux rigidus zu keiner Besserung, sollte eine operative Behandlung erwogen werden. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Dorsale Keilresektion (Cheilektomie)<\/strong><br>Bei der dorsalen Keilresektion werden die entz\u00fcndete Schleimhaut und der neu gebildete Knochen entfernt. <br>Dadurch werden eine deutliche Reduktion der Schmerzen und eine Verbesserung der Beweglichkeit erzielt. <br>Gleichzeitig kann der noch vorhandene Gelenkknorpel stabilisiert und die Bildung eines Ersatzknorpels angeregt werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Osteotomie<\/strong><br>In fr\u00fchen Stadien der Arthrose kann durch die Osteotomie eine stellungsver\u00e4ndernde, gelenkerhaltende Knochenkorrektur erreicht werden, welche die Beweglichkeit verbessert und Schmerzen reduziert. Hierbei wird die Beugefehlstellung der Gro\u00dfzehe, welche ein Abrollen des Fu\u00dfes verhindert, korrigiert  inklusive gleichzeitiger Knochengl\u00e4ttung und Entfernung der entz\u00fcndeten Schleimhaut. <br>Auch hierbei wird das urspr\u00fcngliche Gelenk in seiner Funktion erhalten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Stabilisierung (Arthrodese)<\/strong><br>In fortgeschrittenen F\u00e4llen der Gro\u00dfzehengrundgelenkarthrose ist die Stabilisierung des Gro\u00dfzehengrundgelenks sinnvoll, da es hier bereits zu einer vollst\u00e4ndigen und sehr schmerzhaften Zerst\u00f6rung des Gelenks gekommen ist.<br>Durch eine Versteifung des Gro\u00dfzehengrundgelenkes (Arthrodese) ist wieder ein schmerzfreies und kraftvolles Abrollen des Fu\u00dfes m\u00f6glich.<br>Hierbei wird das zerst\u00f6rte Gro\u00dfzehengrundgelenk verblockt, was zu einer dauerhaften Beschwerdefreiheit f\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<h3>Nachbehandlung<\/h3>\n\n\n\n<p>Richtet sich nach der jeweiligen Operationstechnik.<br>Bis zum Abschluss der Wundheilung erfolgt das Tragen eines Verbandsschuhs mit flexibler Sohle.<br>Direkt nach erfolgreicher Wundheilung ist das Tragen eines bequemen Schuhs m\u00f6glich.<br>Bei der gelenkversteifenden Therapie ist zun\u00e4chst eine Entlastung an Unterarmgehst\u00fctzen angeraten. Eine Vollbelastung in einem stabilen Therapieschuh sollte f\u00fcr knapp 4-6 Wochen erfolgen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"position\" id=\"schneiderballen\"><strong>Schneiderballen (Verdickter Kleinzehenballen, Taylor\u00b4s bunion)<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>\u00c4hnlich wie an der Gro\u00dfzehe, kann es auch an der kleinen Zehe zu Fehlstellungen kommen, wenn der entsprechende 5. Mittelfu\u00dfstrahl zu weit abgespreizt ist. <br>Es bildet sich eine schmerzhafte Schwiele am K\u00f6pfchen des 5. Mittelfu\u00dfknochens, welche im Schuh dr\u00fcckt.<\/p>\n\n\n\n<h3>Behandlung<\/h3>\n\n\n\n<p>Je nachdem, wie stark die Fehlstellung ausgepr\u00e4gt ist, kann es notwendig werden, den Knochen am K\u00f6pfchen abzutragen oder den Knochen im K\u00f6pfchenbereich beziehungsweise im Schaftbereich umzustellen (das 5. Mittelfu\u00dfk\u00f6pfchen wird dadurch wieder n\u00e4her an das 4. herangebracht).<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"position\" id=\"hammerkrallenzehen\"><strong>Hammer\/Krallenzehen<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Die Hammerzehe ist die h\u00e4ufigste Zehendeformation.<br>Es besteht eine Beugekontraktur im Mittelgelenk seltener im Endgelenk.<br>Bei der Krallenzehe kommt es zus\u00e4tzlich zu einer Luxation oder Subluxation im Zehengrundgelenk im Sinne der \u00dcberstreckung (Hyperextension).<br>Diese Ver\u00e4nderungen treten oft gemeinsam mit einem Spreizfu\u00df oder Hallux valgus auf.<br>Die Krallenzehe kann im Fr\u00fchstadium oftmals noch ohne Operation korrigiert werden.<\/p>\n\n\n\n<h3>Beschwerden<\/h3>\n\n\n\n<p>Wenn die Ursachen der Krallenzehe nicht beseitigt werden, kommt es zu zunehmender Schwielenbildung, Deformationen und Schmerzen.<br>Die Zehenkuppen sind dauerhaft angehoben und erreichen oft den Boden nicht, das Zehengrundgelenk ist komplett oder teilweise ausgerenkt.<\/p>\n\n\n\n<h3>Konservative Therapie<\/h3>\n\n\n\n<p>Wenn der betroffene Zeh noch nicht versteift ist, kann eine konservative Therapie ausprobiert werden (z.B. spezielle Einlagen, Schienen, Z\u00fcgelverb\u00e4nde, Fu\u00dfgymnastik, Pflege der Druckstellen).<\/p>\n\n\n\n<h3>Operative Therapie<\/h3>\n\n\n\n<p>Hilft bei Krallenzehen die konservative Therapie nicht, sollte eine operative Therapien durchgef\u00fchrt werden.<br>Eine Krallenzehen-OP ist f\u00fcr gew\u00f6hnlich nicht sehr schmerzhaft und kann h\u00e4ufig ambulant erfolgen.<br>Im Anschluss kann der Fu\u00df in einem Therapieschuh direkt belastet werden.<br>Noch teilweise flexible Deformit\u00e4ten der Hammerzehen k\u00f6nnen mit kleineren Weichteileingriffen behoben werden (z.B. Beugesehnentenotomie).<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Operation nach Hohmann<\/strong><br>Bei nicht mehr auszugleichender Versteifung der Krallenzehe wird das K\u00f6pfchen des Grundgliedes entfernt und durch manuelle Korrektur die verk\u00fcrzte Beugesehne ausgedehnt. <\/p>\n\n\n\n<h2><strong>Metatarsalgie (Vorfu\u00dfschmerz)<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Unter diesem Begriff werden mehrere verschiedene Krankheitsbilder mit unterschiedlichen Ursachen zusammengefasst. Allen gemeinsam ist ein Schmerz unter dem Vorfu\u00dfballen.<br>Ursache ist meistens eine fehlerhafte Lastverteilung der Mittelfu\u00dfk\u00f6pfchen untereinander.<br>H\u00e4ufige Ursache sind ein zu langer 2. und 3. Mittelfu\u00dfknochen. Aber auch eingeklemmte Nerven, Arthrose oder Entz\u00fcndungen etc. k\u00f6nnen eine Metatarsalgie verursachen.<\/p>\n\n\n\n<h3>Behandlung<\/h3>\n\n\n\n<p>Die Behandlung richtet sich nach der Schmerzursache.<br>Sollte eine fehlerhafte Lastverteilung der Mittelfu\u00dfk\u00f6pfchen die Schmerzen verursachen, versucht man in der Regel zun\u00e4chst eine Behandlung mit Einlagen.<br>Wenn sich die Beschwerden hierdurch nicht bessern, kann eine Operation sinnvoll sein.<br>Dabei wird durch operatives Anheben und\/oder Verk\u00fcrzen einer oder mehrerer K\u00f6pfchen eine bessere Lastverteilung des Fu\u00dfes und damit meist Beschwerdefreiheit erreicht.<br>In der Nachbehandlung kann der Patient den Fu\u00df in einem Spezialschuh sofort belasten.<br>Den Spezialschuh muss der Patient f\u00fcr etwa 4-5 Wochen tragen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"position\" id=\"spreizfuss\"><strong>Spreizfu\u00df<\/strong> <\/h2>\n\n\n\n<p>Unter einem Spreizfu\u00df ((Pes transversoplanus) wird ein Auseinanderweichen der Knochenstrahlen des\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mittelfu%C3%9F\">Mittelfu\u00dfes<\/a>\u00a0verstanden.<br>Er kommt bei Frauen h\u00e4ufiger vor als bei M\u00e4nnern.<br>Die Ursachen sind vielf\u00e4ltig und meistens kommen mehrere Faktoren zusammen.<br>&#8211; Erbliche Veranlagung<br>&#8211; Bindegewebsschw\u00e4che<br>&#8211; Verst\u00e4rkte Belastung des Vorderfu\u00dfes (\u00dcbergewicht, Tragen hochhackiger, vorne enger Schuhe)<br>&#8211; Rheumatische Erkrankungen<br>&#8211; Mit zunehmendem Alter abflachendes Fu\u00dfsohlenpolster, dadurch werden die Mittelfu\u00dfk\u00f6pfchen 2 bis 4 mit in die Belastung einbezogen. An diesen Stellen mit vermehrter Belastung entstehen Schwielen.<br><br>Insbesondere . <br>Bei extremen Fehlstellungen kommt es schlie\u00dflich zur Luxation der Kleinzehen, dem Herausspringen aus den Gelenken. Dies f\u00fchrt zu sehr starken Schmerzen.<br>.<br>Hierbei handelt es sich um ein Schmerzsyndrom als Folge einer Nervenentz\u00fcndung, die zu einer kolbenartigen Auftreibung der Nerven f\u00fchrt.<br>Die benachbarten Mittelfu\u00dfk\u00f6pfe verursachen zus\u00e4tzlich Reibung, so dass es zu einem Nervenengpasssyndrom kommt.<\/p>\n\n\n\n<h3>Beschwerden\/Symptome<\/h3>\n\n\n\n<p>Durch die vermehrt auftretenden Hornhautschwielen unter dem zweiten und dritten Mittelfu\u00dfkopf kommt es zu massiven Belastungsschmerzen an der Fu\u00dfsohle.<br>Werden die Zehen zus\u00e4tzlich noch durch anhaltendes Tragen spitzer Schuhe eingeengt, so kommt es zu einer Verlagerung der Sehnen. <br>Diese zieht die Zehen mit der Zeit in eine schiefe Position.<br>So entstehen Hallux valgus Fehlstellungen oder Hammerzehen.<br>Au\u00dferdem besteht die Gefahr einer Arthrose Bildung in den Fu\u00dfwurzelgelenken.<br>Durch eine chronische Reizung der Plantarnerven die zwischen den Mittelfu\u00dfk\u00f6pfchen verlaufen, kann sich zus\u00e4tzlich die sogenannte Morton-Neuralgie entwickeln.<\/p>\n\n\n\n<h3>Konservative Therapie<\/h3>\n\n\n\n<p>Anpassung von individuell angefertigten Ma\u00dfeinlagen<br>Kr\u00e4ftigung der Fu\u00dfmuskulatur<\/p>\n\n\n\n<h3>Operative Therapie<\/h3>\n\n\n\n<p>Kommt es zu keiner ausreichenden Beschwerdereduktion, sollten operative Therapien erwogen werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Weil-Osteotomie<\/strong><br>Mit der sogenannten Weil-Osteotomie wird das L\u00e4ngenverh\u00e4ltnis der Mittelfu\u00dfknochen chirurgisch korrigiert. <br>Der Mittelfu\u00dfkopf wird daf\u00fcr um einige Millimeter verk\u00fcrzt, um ihn von der schmerzhaften Schwiele r\u00e4umlich zu entfernen und eine harmonische Belastbarkeit des gesamten Vorfu\u00dfes zu erm\u00f6glichen. <br>Das Gelenk bleibt erhalten.<br>Der Knochen wird mit einer speziellen, nur 1,3 Millimeter starken, Titanschraube fixiert, die auf Dauer im K\u00f6rper verbleiben kann.<br>Die schmerzhaften Schwielen heilen nach Umstellung der Knochen selbstst\u00e4ndig ab.<br>Nach der Operation kann der Fu\u00df in einem Therapieschuh direkt wieder belastet werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Umstellungsosteotomie bei Tailor bunion<\/strong><br>\u00c4hnlich wie beim Hallux valgus erfolgt eine kn\u00f6cherne Korrekturosteotomie des betroffenen Mittelfu\u00dfknochens. Durch die Achskorrektur in modifizierter Technik nach Scarf kann eine Verschm\u00e4lerung des Vorfu\u00dfes und somit Schmerzfreiheit durch lokale Druckentlastung erreicht werden. Eine m\u00f6gliche Fehlstellung der f\u00fcnften Kleinzehe (Digitus quintus varus) kann sich wieder aufrichten.<\/p>\n\n\n\n<h3>Nachbehandlung<\/h3>\n\n\n\n<p>Der Spitalsaufenthalt dauert \u2013 je nach Operationsverfahren \u2013 in der Regel 1-3 Tage.<br>Zum Gehen nutzen Sie in der Regel einen speziellen Therapieschuh.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"position\" id=\"morton-syndrom\"><strong>Morton-Syndrom, Morton-Neurinom<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Bei dem sogenannten &#8220;Morton-Neurinom&#8221; handelt es sich um eine besondere Form der Metatarsalgie.<br>Zwischen der 3. und 4., selten auch einmal zwischen der 2. und 3. Zehe, bildet sich durch einen besonderen Verlauf von Nerven ein schmerzhafter Nervenknoten.<br>Die Schmerzen werden h\u00e4ufig als &#8220;stromschlagartig, in die Zehenspitzen einschie\u00dfend&#8221; angegeben.<br>Die nicht operative Behandlung umfasst eine Injektionsbehandlung und die Versorgung mit speziellen Einlagen.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei der chirurgischen Behandlung werden der entsprechende Nerv und Nervenknoten freigelegt und\/oder entfernt.<br>Danach verbleibt meist eine Gef\u00fchlsminderung im Versorgungsgebiet der betroffenen Zehennerven.<\/p>\n\n\n\n<h3>Nachbehandlung<\/h3>\n\n\n\n<p>Nach gesicherter Wundheilung, die meist in einem Spezialschuh abgewartet wird, ist die rasche Vollbelastung m\u00f6glich. Nervenschmerzen k\u00f6nnen anschlie\u00dfend noch einige Wochen anhalten.<\/p>\n\n\n\n<h2><strong>Fersensporn<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Die Fersen tragen bei jedem Schritt nach Aufsetzen des Fu\u00dfes das gesamte K\u00f6rpergewicht, beim Laufen oder Tragen von Lasten betr\u00e4gt die Belastung ein Mehrfaches des K\u00f6rpergewichts.<br>Auf Dauer kommt es zu kleinen Rissen in der Plantarfaszie mit chronischer Entz\u00fcndungsreaktion die der K\u00f6rper durch Kalkablagerungen zu reparieren versucht und die den Fersensporn ausbilden.<br>Ein Fersensporn kann in zwei Formen auftreten:<br>Die obere (dorsale) Form bildet sich oberhalb des Fersenbeins am Ansatz der Achillessehne.<br>Die untere (plantare) Form entsteht unterhalb des Fersenbeins im Ansatzbereich der Plantarfaszie.<br>Ursachen des unteren Fersensporns sind Druck- und\/oder Zugbelastungen des Fersenbeins durch \u00dcberbelastungen der Plantarfaszie, welcher am Fersenbein ansetzt und verkn\u00f6chern kann.<br>\u00dcbergewicht, das Tragen von ungeeignetem Schuhwerk und stehende T\u00e4tigkeiten f\u00f6rdern die Bildung der Plantarfasziitis.<br><\/p>\n\n\n\n<h3>Beschwerden\/Symptome<\/h3>\n\n\n\n<p>Im Fr\u00fchstadium verursacht der Fersensporn keine bis wenige Beschwerden und wird oft eher zuf\u00e4llig in R\u00f6ntgenaufnahmen entdeckt. <br>Mit zunehmenden Entz\u00fcndungen im umliegenden Gewebe nimmt der Knochenauswuchs zu.<br>Die St\u00e4rke der Schmerzen korrelieren immer mit der Entz\u00fcndungsreaktion der Plantarfaszie und nicht unbedingt mit der Gr\u00f6\u00dfe des kn\u00f6chernen Fersensporns.<br>Typische Symptome sind stechende Schmerzen in der Ferse oder an der Fu\u00dfsohle, die unter Belastung zunehmen sowie Druckschmerzen.<br>W\u00e4hrend das Stehen \u00e4u\u00dferst schmerzhaft ist, l\u00e4sst der Schmerz nach, sobald der Fu\u00df entlastet wird.<br>Mit einem Fersensporn ist besonders der erste Schritt am Morgen nach dem Aufstehen schmerzhaft.<br>Auch Laufen auf harten Unterlagen kann sehr unangenehm sein.<\/p>\n\n\n\n<h3>Diagnose<\/h3>\n\n\n\n<p>Untersuchung<br>R\u00f6ntgen<br>Ev. auch ein MRT <\/p>\n\n\n\n<h3>Konservative Therapie<\/h3>\n\n\n\n<p>Entz\u00fcndungshemmende Medikamente<br>Spezielle Dehn\u00fcbungen<br>Spezielle Einlagen<br>Lokal wirksame Kortison- Injektionen <br>R\u00f6ntgenschwachbestrahlung <\/p>\n\n\n\n<h3>Operative Therapie<\/h3>\n\n\n\n<p>Konservative Therapien k\u00f6nnen die Beschwerden manchmal nur lindern und eine dauerhafte Beseitigung der Ursache ist manchmal nur durch eine Fersensporn-OP m\u00f6glich.<br>In solchen F\u00e4llen wird das entz\u00fcndete Gewebe sowie der Fersensporn entfernt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"position\" id=\"fersenschmerzfersenbereich\"><strong>Fersenschmerz im hinteren Fersenbereich<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Durch eine besondere Formvariante des Fersenbeines (Haglund-Ferse) kann es im Ansatzbereich der Achillessehne zu einer Reizung und Schleimbeutelentz\u00fcndung an der Ferse kommen.<br>Wenn diese Schmerzen durch konservative Ma\u00dfnahmen nicht ausreichend verbessert werden k\u00f6nnen, ist eine Entfernung des kn\u00f6chernen Auswuchses der Ferse <br>(&#8220;Haglund-Exostose\/Fersenh\u00f6cker&#8221;) und des entz\u00fcndeten Schleimbeutels sinnvoll.<br>Manchmal ist hierzu sogar eine Abl\u00f6sung und Neu-Einpflanzung der Achillessehne erforderlich.<\/p>\n\n\n\n<h3>Nachbehandlung<\/h3>\n\n\n\n<p>Die Nachbehandlung richtet sich nach dem operativen Verfahren und kann mehrere Monate in Anspruch nehmen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erkrankungen des Fu\u00dfes Hallux valgus Hallux rigidus Schneiderballen Hammer\/Krallenzehen Spreizfu\u00df\/Metatarsalgie Morton-Syndrom Fersenschmerz im Fu\u00dfsohlenbereich Fersenschmerz im hinteren Fersenbereich Der Fu\u00df hat eine \u00e4u\u00dferst komplexe Struktur.26 Knochen sind \u00fcber 33 Gelenke miteinander verbunden und \u00fcber 100 B\u00e4nder halten sie zusammen. 20 Muskeln mit ihren starken Sehnen sorgen f\u00fcr die Bewegung und f\u00fcr festen Stand.Eine Vielzahl von &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/www.ortho-fekete.at\/ordi\/?page_id=149\" class=\"more-link\">Continue reading<span class=\"screen-reader-text\"> &#8220;Fu\u00df&#8221;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v16.4 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>Fu\u00df - Orthop\u00e4die Fekete<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.ortho-fekete.at\/ordi\/?page_id=149\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"en_US\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Fu\u00df - Orthop\u00e4die Fekete\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Erkrankungen des Fu\u00dfes Hallux valgus Hallux rigidus Schneiderballen Hammer\/Krallenzehen Spreizfu\u00df\/Metatarsalgie Morton-Syndrom Fersenschmerz im Fu\u00dfsohlenbereich Fersenschmerz im hinteren Fersenbereich Der Fu\u00df hat eine \u00e4u\u00dferst komplexe Struktur.26 Knochen sind \u00fcber 33 Gelenke miteinander verbunden und \u00fcber 100 B\u00e4nder halten sie zusammen. 20 Muskeln mit ihren starken Sehnen sorgen f\u00fcr die Bewegung und f\u00fcr festen Stand.Eine Vielzahl von &hellip; 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